Musik und Didaktik

Die Didaktik bezeichnet die Ausführung von Lehren und Lernen, unter ihr versteht man theoretische Reflektion und Einrahmung. Durch die Didaktik bekommen wir eine Grundlage, um Lehr-Lern-Situationen beschreiben, erklären, durchführen und bewerten können, da sie Modelle zur Planung, Strukturierung und Analyse von Unterricht liefert.

Man könnte also sagen, die Didaktik liefert das „Was“ während die Methodik genauer das „Wie“, also ihre genaue Umsetzung, bezeichnet. Sie organisiert die Lernprozesse, folglich neben der konkreten Handlungssituation auch methodische Grundformen, die methodische Verlaufsform (der so genannte „Rote Faden“), Unterrichts- und Sozialformen.

-> Didaktik: „Was“ = Theorie des Unterrichts, Inhalte und Ziele

 

-> Methodik: „Wie“  = Gesamtheit aller Methoden

Auf welchem Wege Sie auch zu mir gekommen sind, hier können Sie sich einen Überblick über meine persönliche, im Unterricht angewandten Methoden und ihre didaktischen Hintergründe informieren. Folgende Zeilen widmen sich dem Klavierunterricht, über die einzelnen Gruppenangebote finden Sie weitere Informationen zu den didaktisch-methodischen Schwerpunkten.


Klavierunterricht

Zu den allgemeinen Zielen meines Klavierunterrichts zählen in erster Linie eine natürliche Klaviertechnik und ein ganzheitliches Klavierspiel. Eine korrekte ergonomische Haltung und das Zusammenspiel des ganzen Körpers ist einer der wichtigsten Punkte, auf die ich bei meinen Schülern achte. Neben den Grundsätzen der Klaviertechnik werden stetig Übungen und Spiele zur Aufbau der richtigen Hand- und Fingerhaltung sowie zur Fingertechnik und Geläufigkeit angeboten. Für Fortgeschrittene Schüler, die auch ein Hochschulstudium anstreben, ist die Vermittlung wichtiger Etüden- und Übungskompendien, sowie gezieltes Übungstraining und Probe-Auftritte eingeplant.

Bei Anfängerschülern wird die Geschichte des Klavierspiels und die Hintergründe des Klavierunterrichts spielerisch und beiläufig erklärt. In den ersten Stunden wird der Aufbau des Klaviers mit seinen Funktionen aufgezeigt, um ein besseres Ton- und Anschlagsverständnis zu erlangen. Bei Fortgeschrittenen und Erwachsenen Schülern wird dies bei Bedarf und Wunsch ausgebaut und intensiviert.

 

ANFÄNGER:       ERST SPIELEN – DANN LERNEN

 Speziell bei  Anfängern achte ich auf allgemein pädagogische Grundüberlegungen und mache mir mein persönliches Bild von jedem Schüler. Die ersten 4 Wochen des Unterrichts werden ohne Noten verbracht. Hierbei können sich die  Schüler leichter auf eine korrekte Körperhaltung gewöhnen, ohne gleich vom Notentext „gefangen zu sein“. In dieser Phase werden die Schüler mit Höraufgaben beschäftigt, in denen sie musikalische Gestalten erfassen, sich merken und wiedergeben müssen. Somit fördere ich von vornherein ein rhythmisches, melodisches, harmonisches und polyphones Verständnis. Zusätzlich folgen Übungen zur Tonsensibilisierung, Vorübungen anhand von Ton-Memories, „Ich-packe-meinen-Koffer-Merkspiele“, Lieder im 5-Ton-Raum, Improvisationsspiele und kleine persönliche Lieder, in denen sich der Schüler selbst personalisiert und sich wiedererkennen kann. Diese auditive Lernmethode hat zur Folge, dass das innere Gehör und eine genaue Tonvorstellung gefestigt werden. Ebenso sensibilisiert es für die Tonqualität und für eine von vornherein richtige Fingerhaltung. Weitere Spiele und Übungen folgen, bis der Schüler bereit ist, seine für ihn perfekte Klavierschule zu erhalten. Diese wird je nach Lerntyp und Ziel des Schülers individuell für ihn ausgesucht. Hier angekommen hat jeder Schüler bereits mit allen Tasten des Instrumentes Kontakt gehabt, kann laut und leise, sowie staccato und legato differenzieren und mehrere Lieder auswendig spielen.

Diese Reihenfolge: Erst spielen, dann Noten lernen, folgt der natürlichen Lernstärken der Kinder. Diese haben von Anfang an erst sprechen gelernt, bevor sie im Unterricht die Grammatik dazu bekamen.

 

Werden sie nun mit Noten und einer eigenen Schule konfrontiert, reagieren sie nicht mit Scheu oder Angst, keine Noten lesen zu können, nein, sie reagieren positiv! Klavier spielen können sie ja schließlich schon, also gehen sie begeistert und stolz an die neue Aufgabe heran. 


Impressions